Ewer Peter Marie
Stand: 14.12.2011Was ist ein EWER
Ein Ewer (vermulich vom holl. envarer = Einfahrer, was auf eine ursprüngliche Ein-Mann-Besatzung hindeutet) ist ein kleinerer, aus Friesland stammender, Segelschifftyp mit einem oder zwei Masten. Mit einem Mast ist es ein -Giekewer-, bei dem Typ mit zwei Masten handelt es sich genauer um einen Eineinhalbmaster, bei dem der hintere Mast deutlich kürzer als der vordere ist, ein sog. Besanewer.
Typische Merkmale sind der flache Boden (Plattbodenschiff) und häufig Seitenschwerter, mit denen die Abdrift verringert wird.
Die Takelage ist üblicherweise eine Gaffeltakelung, ergänzt durch Vorsegel: Fock- und Klüversegel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Ewer häufig zusätzlich mit Motoren ausgerüstet.

Das Schiff befand sich auf der Reise von Egernsund nach Rödby mit ca .70t an Mauersteinen.
Am Morgen des 4. Januar 1928, es war ein Mittwoch, gegen 09:30Uhr, verließ "Peter Marie", bei nachlassendem Ost-Nord-Ostwind, den geschützten Ankerplatz in Høruphavn. Im Laufe des Tages frischte der Wind wieder auf und die See wurde entsprechend unruhig. Die Galeasse befand sich gegen 15:30 Uhr in Höhe des Breitgrundes, schon außerhalb der Geltinger bzw. Sonderborger Bucht. Dem Kapitän fiel ein verändertes Krängungsverhalten seines Schiffes auf und er bemerkte, das Wasser schon mehr 30cm hoch im in der Bilge bzw.Laderaum stand. Sofort wurde der Kurs des Schiffes in Richtung Kegnaes geändert. Obwohl die Pumpe arbeitete strömte mehr Wasser in das Schiff als wie die Pumpe nach außenbords fördern konnte. Gegen 17:00Uhr stand das Wasser so hoch, das sich das Schiff nicht mehr halten ließ. Die 2-köpfige Besatzung machte das Rettungsboot klar. Knapp 5 Minuten nachdem sie das Rettungsboot besetzt hatten, sank "Peter Marie" auf ihre letzte Ruhestätte. Die Besatzung wurde später von einem anderen Fischerboot gerettet.
Die Seeunfallverhandlung konnte über die Ursache des Untergang nichts herausfinden, es wird von einem Leck springen ausgegangen.

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